menu phone
Nord-Ostsee Tierärzte

Neoplasien am Auge

diffuses Ringmelanom
diffuses Ringmelanom
Irismelanom
Lymphom
Melanozytom
Melanom Augenlid
choroidales Melanom
limbales Melanom

Tumore können direkt im Auge ( Primärtumor ) oder als Metastase einer systemischen Tumorerkrankung ( Sekundärtumor ) auftreten. Häufig ist der Tumor nicht direkt sondern indirekt an den Folgen wie Blutungen, PIFMs ( präiridiale fibrovasculäre Membranen), einer Uveitis, Exopththalmos oder einem Sekundärglaucom zu erkennen. Ferner können Tumore an den Adnexen des Auges wie Augenlidern, Nickhaut oder hinter dem Auge als retrobulbäre Neoplasie auftreten. Neben einer gründlichen Allgemeinuntersuchung mit Tumorstaging können Ultraschall- und Röntgenuntersuchung bei der Diagnose hilfreich sein. Melanome der Iris lassen sich gut und erfolgversprechend mit einem Diodenlaser behandeln, limbale Melanome können sicher durch eine Keratektomie und Lidrandtumore durch Keilexcision oder je nach Größe durch Schiebeplastiken entfernt werden.

KCS (Keratoconjunctivitis sicca)

Bei der KCS handelt sich um ein sogenanntes trockenes Auge. Es kommt zu einem Defizit an Tränenflüssigkeit. Die Ursachen sind sehr vielfältig wie z.B. Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, neurologische Ausfälle, Arzneimitteltoxizität, Nickhautdrüsenvorfall etc. Dickschleimiger Augenausfluss ist charakteristisch. Folgen einer KCS können Hornhautgeschwüre sein. Die Diagnose kann über den Schirmertränentest gestellt werden. Die Behandlung richtet sich nach der Grundursache.

Glaucom (grüner Star)

Glaucom
Glaucom, Linsensubluxation
Netzhautablösung

Der grüne Star kann über eine Augeninnendruckmessung festgestellt werden. Häufig wird das Glaucom erst bemerkt, wenn das zweite Auge betroffen ist. Die Erkrankung kann bei Nichtbehandlung innerhalb von Stunden zur Erblindung führen. Ein Glaucom ist immer ein Notfall. Desweiteren können eine Katarakt, Linsenluxation und eine Netzhautablösung auftreten. Die Behandlung kann konservativ erfolgen oder es kann mit dem Laser eine Verödung des Ciliarkörpers duchgeführt werden.

Nickhautdrüsenprolaps

Vorfall Nickhautdrüse

Der Nickhautdrüsenvorfall tritt häufig bei jungen Hunden auf. Bei Nichtbehandlung kann sich eine KCS einstellen. Die Entfernung der Drüse gilt als Kunstfehler, da sie ca. 30% der Tränenproduktion übernimmt. Der Vorfall kann mit einer bestimmten OP Technik (Pockettechnik nach Morgan) behoben werden.

Katarakt (grauer Star)

Intumeszente Katarakt

Bei dem grauen Star handelt es sich um eine Eintrübung der Linse, die mit einem Sehverlust einhergeht. Die Ursachen sind sehr vielfältig und reichen von angeborenen Katarakten, Verletzungen der Linse, Funduserkrankungen, Glaucom, Stoffwechselerkrankungen, Entzündungen bis hin zum Alterskatarakt. Eine Uveitis kann die Folge sein. Regelmäßige Spaltlampenuntersuchungen und Augeninnendruckmessungen helfen bei der Beurteilung der Katarakte.

Immunmediierte Erkrankungen

Keratitis Überreiter
Keratitis Überreiter
Eosinophile Keratitis
noduläre Episkleritis

Autoimmunerkrankungen am Auge werden häufig nicht als diese erkannt. Sie sind häufig angeboren und werden teilweise durch Umweltfaktoren wie z.B. UV Licht ausgelöst und verstärkt. Die Behandlung ist lebenslang und in der Regel recht erfolgversprechend.

Hornhauterkrankungen

Lipidkeratopathie
Schwarze Hornhautnekrose
Ulcus Corneae
Corneadystrophie

Hornhautveränderungen kommen häufig vor und reichen von oberflächlichen Hornhautverletzungen über tiefe einschmelzende Geschwüre bis hin zu Perforationen. Bei systemischen Stoffwechselerkrankungen oder degenerativen Veränderungen kann es zu Einlagerungen in die Hornhaut kommen.Die Behandlung richtet sich nach der Tiefe der Hornhautveränderung die sehr gut  mit einer Spaltlampenuntersuchung und differenzierten Färbemethoden bestimmt werden kann. Von Salbenbehandlungen, GRID Keratotomien und Debridement bis hin zu Bindehautlappenplastiken sind die Therapiemöglichkeiten sehr vielfältig und komplex. Lupenbrillen und ein  OP Mikroskop sind für die chirurgische Versorgung essentiell.

Erkrankungen Uvea

Hyphaema (Blut in vorderer Augenkammer)
Sero-fibrinöse Uveitis
Katarakt, hintere Synechie, linseninduzierte Uveitis
Irismelanom

Entzündungen der Iris, des Ciliarapparates und der Aderhaut nennt man Uveitis. Die Entzündung geht häufig mit Ergüssen in der vorderen Augenkammer einher. Dabei kann es sich um Blut, Fibrin oder Eiter handeln. Es besteht die Gefahr von Katarakten, Verwachsungen ( Synechien), Sekundärglaukomen und Netzhautablösungen. Eine genaue Feststellung der Entzündungsursache mittels einer Spaltlampe, Augeninnendruckmessung und gründlichen Allgemeinuntersuchung ist zur richtigen Behandlung zwingend notwendig.

Neurologische Erkrankungen am Auge

Anisocorie, interne Ophthalmoplegie
D- shaped Pupille, Leukose
Horner Syndrom
Ausfall des N. trochlearis, Rotation der Pupille

Am Auge können mannigfaltige neurologische Veränderungen auftreten.Beim Hornersyndrom kommt es einer Miosis mit Nickhautvorfall und händendem Oberlid durch den Ausfall des Sympaticus. Die interne Ohthalmoplegie ( Ausfall der parasympatischen Anteile des III Gehirnnerven ) geht mit einer ausgeprägten Anisocorie ( unterschiedlicher Pupillenstand ) einher. Ein Ausfall der parasympatischen Versorgung der Tränendrüse über den VII Gehirnnerven führt zu einer KCS. Oben genannte Veränderungen können durch eine Überprüfung der Reflexe am Auge, Hell- Dunkelreaktion oder durch pharmakologische Tests differenziert werden. Bei Blindheit kann die Ursache in der Netzhaut, am Sehnerven oder im Gehirn liegen. Visustests und eine Untersuchung des Augenhintergrundes helfen bei der Klärung der Ursache.